RENAISSANCE HEIMISCHER STEINBRÜCHE

  • Bis ca. 1950 gewann fast jedes Dorf seine Baustoffe in unmittelbarer Nähe, so gab es beispielsweise unzählige Steinbrüche im Bliesgau
  • Ab Mitte des 20. Jahrhunderts ersetzen immer mehr Beton, Fremd- und Kunststeine alte heimische Materialien. Diese Materialien waren günstiger und leichter zu verarbeiten
  • Seit dem Jahr 2000 entwickelt sich wieder verstärkt ein Trend zum regionalen Naturstein. Es findet eine Rückbesinnung auf Werte wie Heimat und Natur statt. Man erkennt wieder den Wert des Schönen vor Ort. Immer mehr Verbraucher wollen keine Importe von Steinprodukten aus zweifelhafter Herkunft (z.B. aus Kinderarbeit in Indien oder Produktionen unter menschenverachtenden Bedingungen in China). Heimische Werkstoffe wie Kalk passen zur Landschaft, zu den Menschen und der Identität vor Ort

Die Gewinnung von heimischem Baumaterial vor Ort hat viele Vorteile. Als Beispiele wäre zu nennen:

  • Bessere Ökobilanz (kürzer Transportwege, sauberere Gewinnung, kurze Anfahrtswege weil der Arbeitsplatz vor Ort ist, usw.)
  • Stärkung der regionalen Wirtschaft (direkte und indirekte Wertschöpfung vor Ort, usw.)
  • Baustoff passend zum Landschaftsbild
  • u.v.m.

Aus diesen Gründen gibt es einen bundesweiten Trend zur Renaissance heimischer Steinbrüche.

Lesen bzw hören Sie hierzu auch folgende SWR2-Beitrag: